Mittwoch, 24.10.2007
Die Piefkesaga aus deutscher Sicht
auch der Großteil der Österreicher selbst sagen, wenn es darum geht, die
regionalen Unterschiede dieses Landes zu beschreiben. Trotzdem mag es für den
österreichunerfahrenen Deutschen eine beliebte Stereotype zu sein, an in
breitem Wienerisch parlierende und gern in schönen Kaffeehäusern sitzende
Sonderlinge zu denken, wenn man sich den Österreich in Kopf zu holen
versucht. Da dies aber so gar nicht zu der recht weitläufigen Alpenregion im
Westen des Landes passen will, wird dabei gerne ausgeblendet. Eine kurze Reise
nach Tirol, genauer gesagt nach Innsbruck, die im Norden gelegene Metropole
dieser einzigartigen Region, belehrt uns schnell eines Besseren.
Ganz schnell fallen einem einige grundlegende Dinge
auf, die das untermauern. Zunächst scheint Tirol selbst in der Nebensaison
erahnen zu lassen, wovon diese Gegend hauptsächlich lebt. Allein an glaubhaft
erscheinenden Schilderungen Einheimischer Bekannter, müssen wir davon ausgehen,
dass es hier im tiefsten Winter so zu geht, wie jeweils ein halbes Jahr zuvor
in Palma de Mallorca oder Lloret der Mar. Selbst jetzt im Herbst, also wenn es
eigentlich zu kalt ist, um sich die ganze Zeit im Freien aufzuhalten und zu
warm, um in den umliegenden Gebiet Ski zu fahren, ist die Stadt ziemlich voll.
Man fragt sich dabei aber ganz schnell: Warum? Eine kleine Hofburg, ein
Landestheater, gefühlte eineinhalb Museen und eine mit mittelmäßig viel
Sehenswürdigkeiten gefüllte Altstadt, welche sich problemlos an einem Vormittag
„abarbeiten lässt, bietet ungefähr so viele kulturelle Höhepunkte wie
vielleicht Ingolstadt oder Wolfsburg. Dies wird also nicht der Grund sein,
warum man sich alljährlich auf eine vor allem auf Spaß orientierte Lawine an
Touristen einstellt, die mit der Zeit immer größer zu werden scheint. Nach neuesten Zählungen 48 Millionen Übernachtungen
per anno oder das ungefähre Äquivalent für ganz Griechenland. Zu einem
regelrechten Politikum hat sich dabei der zum Teil gewissenlose Umgang der
Einheimischen mit der wunderschönen Natur ihrer ausgeweitet. In noch so kleine
Täler werden Hotelburgen gebaut und einzigartige Berglandschaften für den
Skibetrieb unwiederbringlich zerstört. Erstaunlich aber wahr, der Lärm der
Brennerautobahn wird bis auf zweieinhalbtausend Meter getragen. Aber um wieder
auf den Punkt zu kommen, der Tiroler, einst ein sehr armer Bergmensch, der sein
Leben mit dem Wenigen zu meistern hatte, was einem eine karge Bergregion eben
so bieten kann und auch deswegen über die Jahrhunderte immer mal wieder
auswandern musste, um überleben zu können, hat sich mit der neuen Situation
mehr als gut zurecht gefunden. Wahrscheinlich sogar zu gut. Für mich scheint
sich nämlich genau aus diesem Grund eine der sonderbarsten Verhältnisse
zwischen Touristen und Gastgebern entwickelt zu haben, die ich jemals kennen
gelernt habe und was wohl auch den Tiroler wieder maßgeblich vom
Restösterreicher unterscheiden wird.
Diese paradoxe Mischung aus Fremdenfeindlichkeit und
der bis ins äußerste getriebene Geschäftigkeit im Gastgewerbe treibt zuweil
seltsame Blüten. Noch gar nicht so bekannt scheint eine hierzulande
weitverbreitete Sitte zu sein, den Einheimischen gegenüber dem Gast in jeder
Hinsicht zu bevorteilen. Hilfreich ist es dabei, und das wird sicherlich auch
der Grund sein, wieso es so vielen Tirolbesuchern nicht bekannt ist, mit
Tirolern selbst unterwegs zu sein. Wie sonst sollte man es in Erfahrung
bringen, dass es auf fast alles einen Einheimischen-Rabatt zu geben scheint, wo
man als Tourist nicht sofort Verdacht schöpfen könnte, übers Ohr gehauen zu
werden. So zum Beispiel Gebühren für Lifte oder Bergbahnen, Eintritte für
Museen oder selbst Preise für Bier auf den Berghütten. Man würde sicherlich
nicht die fünfzehn Euro in Frage stellen, die man für eine Fahrt auf die
Nordkette zu entrichten hat. Wer bitte weiß denn, was so was sonst zu kosten
hat, wenn man aus einem mehrheitlich flachen Land kommt? Löst man die Karte
jedoch gleichzeitig mit Innsbrucker Bekannten und bekommt dann ohne den
geringsten Anflug von Schamgefühl und mit scheinbar vollkommener
Selbstverständlichkeit die Information um die Ohren gehauen, „für euch zehn,
für die Anderen fünfzehn Euro, bitte“, so fühlt man sich im ersten Moment
vielleicht noch amüsiert, bei längerem Nachdenken dann aber nur noch ans Bein
gepisst.
Nach diesen Erfahrungen und einigen bestätigenden
Gesprächen mit Einheimischen bin ich dabei ins Grübeln gekommen. Man sieht
diesen Sachverhalt ja zunächst ausschließlich aus der Sicht des sich abgezogen
Fühlenden und übersieht, dass es auch eine Zeit gegeben haben muss, in der vor
allem Deutsche sich von den ersten Berghüttenbesitzern sogar die Fußnägel haben
schneiden lassen und dadurch eine mehr als deutliche Trennung zwischen
Dienstleister und Gott haben manifestieren lassen. Nur verständlich, dass sich
dadurch zum Einen aus dem letzten Rest Ehrgefühl der Bergmenschen, aber auch
wegen dem zunehmendem Herrenmenschentum der Besucher, eine natürliche
Antipathie gegenüber allem Fremden entwickelt hat. Denn fremd war hier
sicherlich über lange Zeit nicht der Gastarbeiter, wie bei uns, sondern
ausschließlich der Tourist. Ob nun die Fremdenfeindlichkeit in Tirol auch von
anderen soziologischen Ursachen herrührt, wie beispielsweise der einfache
Tatbestand, dass man hier über die Jahrtausende und vor dem Aufkommen des
Tourismus komplett unter sich geblieben ist und nun in wenigen Jahrzehnten eine
Minderheit darzustellen scheint, sei mal dahingestellt.
Der Freund aus Innsbruck, wohlwissend dass diese
Praxis der Abzocke ein weltweites Unikum darstellt, steht dem Ganzen
zwiegespalten gegenüber, wie mir scheint. Auf der einen Seite sieht er es aus
obengenannten Gründen durchaus mit Genugtuung und das wird wiederum unterstützt
durch die politische Benachteiligung der Region innerhalb des österreichischen
Bundesstaats. So scheint der Tiroler selbst nicht viel von den exorbitant hohen
Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft abschöpfen zu können, weil durch die
staatliche Administration alles in bedürftigere Regionen im Osten des Landes
abgezogen oder direkt in den Tourismus reinvestiert wird. Dass dann durch die
zu erleidenden Qualen zumindest ein kleiner Obolus abfällt, wird gerne
hingenommen. Auf der anderen Seite kann es jedoch nicht einmal dem
verschlossensten Tiroler entgangen sein, dass sich seine Heimat in den letzten
Jahrzehnten trotzdem zu einer der properierendsten Flecken Europas gemausert
hat und dass es, vergleicht man die Durchschnittslöhne mit den Ländern, aus
denen die meisten Besucher kommen, es mittlerweile wohl eher angebracht wäre,
die Einheimischen mehr zahlen zu lassen. Als krampfhaft objektiv bleiben
wollender Beobachter fange ich an dieser Stelle an zu zweifeln und mein Mitleid
gegenüber dem gebeutelten Naturburschen aus Tirol scheint einer langsam aufkeimenden
Verachtung angesichts dieser unvergleichbaren Geldgier zu weichen. Bleibt
dieser alte Mechanismus weiterhin im Verborgenen, so dürfte man sich auch
weiterhin keine Sorgen machen, dass dies irgendwann zum Nachteil des Tirolers
gereichen dürfte. Ich kann mir jedoch durchaus vorstellen, gesetzt dem Fall, es
würde irgendwann stärker publik gemacht, dass ein Umdenken statt finden sollte
und auch wird. Wie kann man denn so lange in die Hand beißen, welche einen
ernährt?
Unabhängig davon ist es natürlich wunderschön hier
und ich kann sagen, dass ich als Tourist anderswo schon schlechter behandelt
wurde. Allerorten wird man nett gegrüßt und geduzt, wobei man sich vielleicht
im ersten Moment fragt: „kennt der mich?“ Nach jedem weiteren Mal jedoch wird man
immer dankbarer über soviel Herzlichkeit und Offenheit. Denn selbst als aus
Kilometern Entfernung leicht zu erkennender Tourist wird man Zeuge von so viel
Vertrautheit. Dieses mal scheint es auch nicht auf eine durch das Tourismusbüro
aufoktroyierte Freundlichkeitsoffensive zurückführbar zu sein, wie
beispielsweise in Berlin im Sommer des Jahres 2006.
Einzigartig für Tirol scheint aber nun aber wieder
eine sonderbare Mischung aus Moderne und Tradiertheit zu sein, um mal wieder
auf das Wien-Österreich-Stereotyp zurückzukommen, um das es hier eigentlich
gehen sollte. Dieses habe ich zumindest oft auch mit einer, für ein in zwei
Weltkriegen ziemlich kleingeschrumpftes Land, bemerkenswerter Welterfahrung und
sogar einer gewissen Urbanität verbunden. Die Falcos und Fendrichs, die mit
ihrer Nonchalance die Coolness erfunden zu haben scheinen, von der sich so
viele versteifte deutsche Prominente eine gehörige Scheibe abschneiden könnten.
Und dann der Wiener Schmäh, der für mich ein Inbegriff von deutschsprachiger
Lässigkeit gewesen ist und auch bleiben wird. Hierher nach Tirol scheint davon
zumindest nur wenig vorgedrungen zu sein und ganz im Gegenteil, der
traditionelle Hass zwischen Wienern und den österreichischen Nicht-Wienern,
scheint das noch für lange Zeit aufrecht zu erhalten.
Auch die, mit den aus dem Tourismus gewonnenen
Milliarden von Euro aufgebaute Stadt, die an manchen Ecken moderner aussieht
als Berlin am Potsdamer Platz oder Frankfurt im Bankenviertel, kann nicht
darüber hinwegtäuschen, dass die Uhren hier anders ticken. Die Menschen
sprechen langsam, die Geschäfte schließen früh und es scheint schon ein hohes
Maß an Flexibilität zu erfordern, wenn man mal ein viertel Liter Wein bestellt,
statt dem hier üblichen achtel Liter. Auch muss man darauf gefasst sein, sofort
unwirsch an die „Kassa“ gebeten zu werden, wenn man mal fünf Minuten vor
Ladenschluss den Supermarkt betritt und es gerade mal zum ersten Regal
geschafft hat. Der pünktliche Feierabend ist hier noch sakrosankt. Auf der
anderen Seite sehen gerade diese Supermärkte, bemessen an ihrem Sortiment und
ihrem Ambiente, wie die Feinkosthandlung des KaDeWe aus, auch wenn sie hier für
die ganz normale Mittelschicht konzipiert wurden.
Montag, 23.07.2007
Wiedervereinigung revisited
Nicht mehr so
ganz unbekannte Verschwörungstheorien proklamieren ja, dass die Landung der
Amerikaner Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin auf dem Mond im Jahre 1963
nie stattgefunden haben soll. Statt dessen sollen jene weltbekannten Filmszenen
von auf der Mondoberfläche leichtfüßig dahinhüpfenden Astronauten, auf der Erde
nachgestellt worden sein (Für mehr Details siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zur_Mondlandung). Es
sei mal dahingestellt, ob es tatsächlich nötig ist, die neue und neueste
Geschichte dahingehend umzuschreiben. Die wirklich interessante Frage ist, ob
dies das einzige Ereignis geblieben sein soll, welches, von wem auch immer, nur
fingiert worden ist. Ein Spaziergang durch die „Hood“ letztens, befeuerte
diesen Gedanken aufs Neue.
Eine Entdeckung,
dokumentiert durch die beiliegende Aufnahme, liess mich komplett unerwartet an
der Glaubwürdigkeit, der sogar von mir noch selbst hautnah miterlebten
Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahreswechsel 1989-90,
zweifeln. Man erkennt ganz deutlich den gewohnten Anblick eines furchtbar
heruntergekommenen Straßenzugs, der wohl die komplette Zerstörung Berlins durch
die Fantastilliarden Tonnen an Bomben im zweiten Weltkrieg überstand, jedoch
seitdem auch nicht mehr saniert werden konnte. So wie ganze Stadtteile
Ost-Berlins und Städte Ost-Deutschlands. Es fehlte ja auch das Geld damals und
die neugebaute „Platte“ in der Vorstadt war schöner und günstiger. Hier
jedenfalls, scheint sich nichts geändert zu haben. Mitten in Friedrichshain und
nach angeblich 17 Jahren Aufbauarbeit! Wie schon zur Warnung steht am Eingang
der Straße weit sichtbar: ZONE. Die Recherche hat ergeben, dass die zur
Jahrhundertwende angelegte Bebauung der Knorr-Promenade im ehemaligen
Arbeiterviertel Friedrichshain, als ein Lichtblick im Mietskasernen-Einerlei
darstellen sollte. Lichte Außengärten sollten die feinen Putzfassaden noch
herrschaftlicher erscheinen lassen und die Schmuckbögen an beiden Eingängen der
Allee sollten auch nach außen hin den hier lebenden, stolzen Bourgeois vom
Proletengesocks des ihn umgebenden Kiez schützen. Heute steht hier Gerümpel vor
jedem Hauseingang und die prächtigen Gärten sind verödet. Das Einzige, was hier
noch grünt, sind die Büschel von Unkraut, welche aus den kaputten Fassaden der
Häuser hervorquellen und die Bäume, die als traurige Zeitzeugen die Verelendung
über die Jahre miterleben mussten. Mir war, als hätte ich Kinder schreien
hören. Vielleicht aus Hunger. Ich weiß es nicht.
Es kann jedenfalls nicht anders sein: Die Wiedervereinigung hat hier
nicht stattgefunden und das hat nichts mehr mit einer Mauer in den Köpfen zu
tun. Vielleicht ist dies zwar politisch-administrativ nicht festgelegt worden
und sicherlich werden auch die Bewohner dieser Häuser auf ihrer Arbeit oder dem
Amt in Euro ausbezahlt, sind Bürger der BRD und zu Wahlen berechtigt, aber
irgendwer versucht hier, den Osten aufrecht zu erhalten. Man kann nur nicht
sagen wer. Ich werde das beobachten...
Montag, 16.07.2007
Eine Bahnfahrt, die ist lustig...
Berlin, 16. Juli 2007
Sehr geehrte
Damen und Herren,
Fall hat sich zugetragen: Am Donnerstag den 12.7.2007 habe ich um 20:33
Uhr, den planmäßig um 20:35 Uhr abfahrenden RE 19968 in Nürnberg bestiegen, um
den Zielbahnhof Dombühl um 21:22 Uhr zu erreichen. Im hinteren Abteil
eingestiegen, konnte ich erst nach ungefähr zehn Minuten, den in den vorderen
Zugabteilen arbeitenden Fahrkartenprüfer mit der Nummer 08321104 erreichen, mit
der Intention, eine Fahrkarte nachzulösen. Mit dem Hinweis, dass Fahrkarten
noch vor dem Antritt der Fahrt zu lösen seien, da es sich bei Zuwiderhandeln um
Schwarzfahren handelt, musste ich mich dazu bereit erklären, den doppelten
Fahrpreis, bzw. mindestens 40 €, zu entrichten (Tatsächlich zu zahlender
Betrag: 45,20 €). Auf Grund fehlender Bar-Auslagen und der Tatsache, dass
Kreditkarten- bzw. EC-Kartenzahlung nicht möglich gewesen sind, werde ich den
erhobenen Fahrkartenpreis überweisen, sofern dies nötig sein wird.
Stellungnahme:
Von Berlin mit dem PKW anreisend, erreichte ich den Hauptbahnhof in Nürnberg,
auf Grund schlechter Verkehrsverhältnisse erst um 20:31, weswegen ich mich
außer Stande gesehen habe, noch vor Abfahrt des Zuges rechtzeitig am Automaten
eine Fahrkarte zu lösen (Fußweg Haupteingang bis Gleis 18: min. 3 Minuten). Da
mein Zeitfenster für das Erwerben einer Fahrkarte planmäßig hätte groß genug
sein müssen, sah ich mich auch bei Fahrtantritt in Berlin nicht dazu
veranlasst, die Fahrkarte schon dort zu lösen. Jedoch wusste ich, dass dies an
diesem Tag der letzte Zug gewesen ist, der meinen Zielbahnhof noch angefahren
hätte. Mit diesem Wissen und dem Wissen, dass während noch weiter
zurückliegenden Zugfahrten (Ich fahre im Jahr weniger als fünf mal mit der DB),
das Nachlösen von Fahrkarten im Zug möglich ist, habe ich den Zug trotzdem
bestiegen. Der Zeitpunkt der Fahrpreisnacherhebung lässt außerdem erkennen,
dass nicht ich den Fahrkartenprüfer auf mich zukommen lassen habe, sondern
selbständig an den Fahrkartenprüfer herangetreten bin, was zumindest den
Vorwurf des bewussten Schwarzfahrens entkräften sollte.
Ich schilderte
dem Fahrkartenprüfer diesen Fall und wurde ohne Reaktion aufgefordert meinen
Personalausweis auszuhändigen. Perplex und zunächst in der Annahme, er wolle
die Adresse meines Personalausweises mit meiner „Geschichte“ vergleichen,
händigte ich diesen tatsächlich aus. Nachdem ich feststellen konnte, dass der
Fahrkartenprüfer den Ausweis einbehalten wollte, um meine Daten im Rahmen einer
Fahrpreisnacherhebung festzuhalten, habe ich ihn mehrmals dazu aufgefordert,
mir diesen wieder zurückzugeben. Auch nach dem Hinweis, dass ich dazu bereit
gewesen wäre, den Fahrpreis zu bezahlen und zur Not auch die Polizei
hinzuzuziehen. Dieses Verhalten erfüllt für mich den Tatbestand der
Amtsanmaßung, und ich bin im Moment noch damit beschäftigt, dies rechtlich
prüfen zu lassen und im Zweifelsfall eine Anzeige gegen den Fahrkartenprüfer
08321104 in Betracht zu ziehen. Ferner hat sich besagter Fahrkartenprüfer, vor
Zeugen, mir gegenüber äußerst arrogant und respektlos verhalten, ohne das der
Tatbestand des bewussten Schwarzfahrens auch nur annähernd hätte bestehen
können.
Ich bin bisher
noch nie schwarz gefahren und wäre an sich auch dazu bereit, wenn auch hinsichtlich
des geschilderten Falls nur mit Unverständnis, die fällige
Fahrpreisnacherhebungsgebühr zu bezahlen. Womit ich mich jedoch nicht
einverstanden erklären kann, ist das untragbare Verhalten des
Fahrkartenprüfers. Es ist sicherlich nicht im Sinne der Deutschen Bahn AG,
Kunden durch vermeidbare Vorfälle wie diesen zu verlieren. Eine persönliche
Entschuldigung, und konsequenterweise auch eine Erstattung der anfallenden
Gebühren, ist das mindeste, was ich nach diesen Unannehmlichkeiten erwarten
könnte.
Mit freundlichen
Grüßen,
xxx xxx
Fortsetzung folgt....


Montag, 11.06.2007
Herr Ober, ein Bier!
Für diesen bunten Strauß an Bedürfnissen gibt es nicht erst seit gestern eine fabelhafte Lösung. Sie heisst Feuermelder und befindet sich im malerischen und lustig vorsichhinquirlenden Südkiez dieses einzigartigen Bezirks, genauer gesagt, an der Südostseite des "Boxi-Beachs" (der Betreiber).
Aber vorsicht. Für wen prompter und anstandslos freundlicher Service beim Gastronomiebesuch ein Muss ist, und wer lauten Heavy-Metal, Tattoos, Pirecings und tattoo- und pirecingtragende Heavy-Metalhörer verstörend findet, dem sei gesagt: Verpiss dich und geh zurück nach Stuttgart!
Für alle anderen wird diese Familien- und Erlebniskneipe auf Dauer Mutterbrust und Hafen im Meer des Einheitsbreis bleiben.